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Kirche in Wanderschuhen - Pilgern auf dem fränkischen Marienweg in unserem Seelsorgebereich

Kirche in Wanderschuhen 2022
Datum:
Veröffentlicht: 18.7.22
Von:
Brigitte Wendinger
Man hatte den Eindruck die 50 Frauen, die sich Mitte März an der Schlüsselfelder Marienkapelle versammelten, warteten schon in den Startlöchern, um sich für eine weitere Etappe des Fränkischen Marienweges aufzumachen. Seit 2019 bietet der Katholische Frauenbund Diözesanverband Bamberg geführte Pilgeretappen (im Sommer im monatlichen Rhythmus) auf dem Fränkischen Marienweg an. Etliche Frauen aus Pfarreien des Seelsorgebereiches waren mit von der Partie und hatten „Heimvorteil“. Ab der Juli-Etappe stehen nun Ziele im Seelsorgebereich „Oberer Aischgrund“ auf dem Pilgerprogramm. Die Frauen, die sich aus Ebermannstadt, Weilersbach, Forchheim, Heroldsbach oder Waischenfeld der Pilgergruppe anschließen, entdecken ganz neu z.B. die Landschaften des Steigerwaldes. Aber auch die „heimischen“ Pilgerinnen aus Willanzheim, Geiselwind, Scheinfeld, Hüttenheim, Seinsheim oder Iphofen melden zurück, dass sich ihnen neue spirituelle Kleinode auf dem Pilgerweg auftun. Intention des Fränkischen Marienweges ist es ja, die unterschiedlichen Marienkirchen miteinander zu verbinden. Der entstandene Verbindungsweg von über 1100 km lässt einen alle Teil der Diözese entdecken. Die erste KDFB-Pilgeretappe für heuer führte Mitte März in knapp 20 km von Schlüsselfeld zur Einsiedelei in der Nähe des Klosters Schwarzenberg. Pfarrer Wolfgang Dettenthaler ließ es sich nicht nehmen, den Pilgerinnen die Schlüsselfelder Marienkapelle, „Klein Maria Zell“ näher zu bringen. Br. Konrad Schlattmann nahm die Aussendung bei der April-Etappe ab dem Kloster Schwarzenberg vor und Wortgottesdienstleiterin Barbara Romeis hieß die Pilgerinnen in der Jakobuskirche Altmannshausen willkommen. Im Mai konnte Pfarradministrator Adam Was mit dem Birklinger Kirchenpfleger die Pilgerinnen von dort nach Iphofen verabschieden und im Juni durfte diese Aufgabe der evangelische Dekan Ivo Huber aus Markt Einersheim übernehmen. Die Kirchenführungen von Martina Bernhardt in Iphofen und Alois Brückner in Hüttenheim in den jeweiligen Etappen dürften alle in guter Erinnerung behalten. So erfahren die Pilgerinnen ein Stück „Katholizität“, wenn sie unterschiedliche Kirchen und darin Engagierte kennenlernen. Die inhaltlichen und spirituellen Stationen dazwischen verantwortet Theologiestudentin Lea Strobel zusammen mit mir als der geistlichen Beirätin des KDFB Bamberg. Es bietet sich an, Traditionelles aufzugreifen und das mit der Lebenswelt von Frauen in Beziehung zu setzen. Ob es nun die Marienstatuen sind, die Kreuzesdarstellungen, ja selbst die Landschaft mit ihrem Auf und Ab, ihren Hohlwegen im Wald und den Ausblicken in die Weite, das alles bietet spirituelle und existentielle Anknüpfungspunkte. Übungen aus dem Qi Gong, meditative Tänze in blühenden Wiesen, aber auch Rituale aus der katholischen Frömmigkeitstradition dürfen dabei nicht fehlen. Oft sorgen die KDFB Zweigvereine, die auf dem Pilgerweg besucht werden, für Begegnung und körperliche Stärkung. Aber auch private Einladungen für die große Pilgerinnengruppe hat es schon gegeben. Begleitfahrzeugfahrer Roland Oberle und Streckenbegleiter Heinrich Murk sorgen zudem für ein reibungsloses Unterwegssein. Einige der 40-50 Frauen, die die jeweilige Pilgergruppe bildet, sind fast jedes Mal dabei, wenn es wieder heißt „Du führst mich hinaus ins Weite…“. So ist das gemeinsame Unterwegssein eine echte Erfahrung der „koinonia“, der Gemeinschaftsbildung im Glauben geworden. Neueinsteigerinnen integrieren sich schnell, auch dank der praktizierten Methode des „Blind Dates“, die zwei Frauen, die sich nicht kennen, mit einem Gesprächsimpuls zwei Kilometer zusammen laufen lässt. Vorher unbekannte Frauen werden so zu gegenseitigen Wegbegleiterinnen. Manch eine hat so Zuspruch und Unterstützung erfahren und mit der Zeit ist fast eine kleine Personalgemeinde in Wanderschuhen entstanden, die sich stets erweitert. Die nächste KDFB-Pilgeretappe, die am 16. September mit der Strecke Uffenheim nach Aub (ca. 20 km) weitergeführt wird, ist auch für Nicht – Mitglieder des KDFB offen. Anmeldungen sind beim Büro des KDFB: 0951/ 502-3661 oder unter info@frauenbund-bamberg.de möglich. Dr. Andrea M. Friedrich
Kirche in Wanderschuhen 2022

Man hatte den Eindruck die 50 Frauen, die sich Mitte März an der Schlüsselfelder Marienkapelle versammelten, warteten schon in den Startlöchern, um sich für eine weitere Etappe des Fränkischen Marienweges aufzumachen. Seit 2019 bietet der Katholische Frauenbund Diözesanverband Bamberg geführte Pilgeretappen (im Sommer im monatlichen Rhythmus) auf dem Fränkischen Marienweg an. Etliche Frauen aus Pfarreien des Seelsorgebereiches waren mit von der Partie und hatten „Heimvorteil“. Ab der Juli-Etappe stehen nun Ziele im Seelsorgebereich „Oberer Aischgrund“ auf dem Pilgerprogramm.

Die Frauen, die sich aus Ebermannstadt, Weilersbach, Forchheim, Heroldsbach oder Waischenfeld der Pilgergruppe anschließen, entdecken ganz neu z.B. die Landschaften des Steigerwaldes. Aber auch die „heimischen“ Pilgerinnen aus Willanzheim, Geiselwind, Scheinfeld, Hüttenheim, Seinsheim oder Iphofen melden zurück, dass sich ihnen neue spirituelle Kleinode auf dem Pilgerweg auftun. Intention des Fränkischen Marienweges ist es ja, die unterschiedlichen Marienkirchen miteinander zu verbinden. Der entstandene Verbindungsweg von über 1100 km lässt einen alle Teil der Diözese entdecken.

Die erste KDFB-Pilgeretappe für heuer führte Mitte März in knapp 20 km von Schlüsselfeld zur Einsiedelei in der Nähe des Klosters Schwarzenberg. Pfarrer Wolfgang Dettenthaler ließ es sich nicht nehmen, den Pilgerinnen die Schlüsselfelder Marienkapelle, „Klein Maria Zell“ näher zu bringen. Br. Konrad Schlattmann nahm die Aussendung bei der April-Etappe ab dem Kloster Schwarzenberg vor und Wortgottesdienstleiterin Barbara Romeis hieß die Pilgerinnen in der Jakobuskirche Altmannshausen willkommen.

Im Mai konnte Pfarradministrator Adam Was mit dem Birklinger Kirchenpfleger die Pilgerinnen von dort nach Iphofen verabschieden und im Juni durfte diese Aufgabe der evangelische Dekan Ivo Huber aus Markt Einersheim übernehmen. Die Kirchenführungen von Martina Bernhardt in Iphofen und Alois Brückner in Hüttenheim in den jeweiligen Etappen dürften alle in guter Erinnerung behalten. So erfahren die Pilgerinnen ein Stück „Katholizität“, wenn sie unterschiedliche Kirchen und darin Engagierte kennenlernen.

Die inhaltlichen und spirituellen Stationen dazwischen verantwortet Theologiestudentin Lea Strobel zusammen mit mir als der geistlichen Beirätin des KDFB Bamberg. Es bietet sich an, Traditionelles aufzugreifen und das mit der Lebenswelt von Frauen in Beziehung zu setzen. Ob es nun die Marienstatuen sind, die Kreuzesdarstellungen, ja selbst die Landschaft mit ihrem Auf und Ab, ihren Hohlwegen im Wald und den Ausblicken in die Weite, das alles bietet spirituelle und existentielle Anknüpfungspunkte. Übungen aus dem Qi Gong, meditative Tänze in blühenden Wiesen, aber auch Rituale aus der katholischen Frömmigkeitstradition dürfen dabei nicht fehlen.

Oft sorgen die KDFB Zweigvereine, die auf dem Pilgerweg besucht werden, für Begegnung und körperliche Stärkung. Aber auch private Einladungen für die große Pilgerinnengruppe hat es schon gegeben. Begleitfahrzeugfahrer Roland Oberle und Streckenbegleiter Heinrich Murk sorgen zudem für ein reibungsloses Unterwegssein.

Einige der 40-50 Frauen, die die jeweilige Pilgergruppe bildet, sind fast jedes Mal dabei, wenn es wieder heißt „Du führst mich hinaus ins Weite…“. So ist das gemeinsame Unterwegssein eine echte Erfahrung der „koinonia“, der Gemeinschaftsbildung im Glauben geworden. Neueinsteigerinnen integrieren sich schnell, auch dank der praktizierten Methode des „Blind Dates“, die zwei Frauen, die sich nicht kennen, mit einem Gesprächsimpuls zwei Kilometer zusammen laufen lässt. Vorher unbekannte Frauen werden so zu gegenseitigen Wegbegleiterinnen. Manch eine hat so Zuspruch und Unterstützung erfahren und mit der Zeit ist fast eine kleine Personalgemeinde in Wanderschuhen entstanden, die sich stets erweitert.

Die nächste KDFB-Pilgeretappe, die am 16. September mit der Strecke Uffenheim nach Aub (ca. 20 km) weitergeführt wird, ist auch für Nicht – Mitglieder des KDFB offen. Anmeldungen sind beim Büro des KDFB: 0951/ 502-3661 oder unter info@frauenbund-bamberg.de möglich.

Dr. Andrea M. Friedrich

Kirche in Wanderschuhen 2022